Clan of Cervinorum

Rennmauszucht

 
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unsere Rennmäuse Die am häufigsten als Haustier gehaltene Rennmaus ist die mongolische Rennmaus, die ursprünglich aus den Steppen und Halbwüsten der Mongolei und Nordchina kommt. Ausgewachsene weibliche Tiere sind 60 bis 100 g schwer, männliche Tiere wiegen 80 bis 120 g. Der Rumpf ist zwischen 10 bis 14 cm lang, die Schwanzlänge beträgt 10 bis 12 cm. Der Schwanz dient der Balance. Rennmäuse sind am ganzen Körper behaart, im Gegensatz zu Mäusen und Ratten auch am Schwanz und unter den Fußsohlen. Dies dient der Anpassung an ihren natürlichen Lebensraum, wo heiße Sommer und kalte Winter herrschen. Die natürliche Fellfarbe ist bräunlich mit heller Unterseite, diese Farbe nennt sich Agouti. Inzwischen sind viele verschiedene Zuchtfarben erhältlich. Rennmäuse können locker 40 cm hoch springen, deswegen sollte man bei der Unterkunft darauf achten, dass alles geschlossen ist.

Sie ernähren sich von Samen, Nüssen, Früchten, Wurzeln, Pflanzenteilen und kleinen Insekten (z.B. Grillen, Mehlwürmer, Heuschrecken). Man muss aber kein Lebendfutter verfüttern. Mit dem Futter nehmen sie den Hauptteil ihres Wasserbedarfs auf und trinken nur sehr wenig. Als Heimtier sollten sie mit speziellem Rennmausfutter oder Kleintierfutter gefüttert werden. Obst sollte man nur gering, und wenn, dann nur säurearmes Obst verfüttern. Säure sind Rennmäuse in der Natur nicht gewohnt. Zucker, auch Fruchtzucker, führt schnell zur Verstopfung. Wasser sollte stets vorhanden sein.

Rennmäuse sollte man am besten immer zu zweit halten, da sie sonst zu Revierstreitigkeiten neigen. Auch die Unterkunft in Aquariumsbecken (Glasbecken) oder Terrarien sollte nicht zu groß sein, da sie sonst um das Revier streiten würden.

Mongolische Rennmäuse sind gesellige Tiere, daher ist dringend von der Einzelhaltung abzuraten.

Während zwei Rennmäuse auch in großen (mehr als 120 x 50 cm) Terrarien nicht stark zu Revierstreitigkeiten neigen, steigt bei Rudeln die Gefahr von ernsthaften Verletzungen mit zunehmendem Platzangebot. Bei Geschwistern in einem Käfig bzw. bei Mäusen, die sich seit der Geburt kennen, kommt es selten zu Kämpfen. Mongolische Rennmäuse sind sehr nagefreudig, was zur sicheren Unterbringung beachtet werden muss.

Die Einstreu muss mindestens eine Höhe von 15–20 cm haben und zum Tunnelbau geeignet sein (empfehlenswert ist Hanfeinstreu plus genügend Heu und Stroh). Dazu muss unbedingt ein Sandbad mit Chinchillasand zur Fellpflege bereitstehen.

Wird ein Laufrad angeboten, sollte es eine Größe von mindestens 25 cm im Durchmesser haben. Eine geschlossene oder sehr feinmaschige Lauffläche ist wichtig, damit die Tiere nicht mit den Füßen hängenbleiben, was schmerzhafte Verletzungen zur Folge haben kann. Schließlich verhindert ein Laufrad, das einseitig geschlossen ist und mit dieser an der Käfigwand montiert wird, dass sich die Tiere an der Stützkonstruktion den Schwanz einklemmen.

Im Gegensatz zu Hausmäusen haben sie einen kaum wahrnehmbaren Geruch, das Terrarium braucht deshalb nur etwa alle drei bis vier Wochen komplett gesäubert zu werden. Jedoch ist es ratsam, das Sandbad alle zwei bis drei Tage zu wechseln, da viele Rennmäuse dazu neigen, das Sandbad als Toilette zu benutzen.

Für Abwechslung sorgen Ausläufe außerhalb des Käfigs, weshalb es wünschenswert ist, einen Raum zu besitzen, den sie zusätzlich erkunden können. Da sie sich außerhalb des Käfigs aber nirgends einnisten sollen, darf es dort keine Verstecke geben, in denen sie aus dem Blickfeld verschwinden können. Natürlich sollte man alles, was keinesfalls angebissen werden darf, entfernen (z.B. Elektrokabel).

 
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